Um Text auf einer Webseite zu markieren, brauchst du eine Erweiterung – im Browser selbst gibt es keinen Textmarker. Marqly bringt einen mit: Text auswählen, eine von sechs Farben wählen, fertig. Optional schreibst du eine Notiz dazu. Beim nächsten Besuch derselben Seite sind Markierung und Notiz wieder da, weil beides an deinem Konto hängt und nicht an der Browser-Sitzung. Die Erweiterung gibt es für Chrome, Edge, Firefox und Safari.
Warum ein Screenshot keine Markierung ist
Die meisten Leute lösen das Problem provisorisch: Screenshot, Copy-Paste in eine Notiz-App, oder gleich die ganze Seite als Lesezeichen. Alle drei Wege reißen die Stelle aus ihrem Zusammenhang. Drei Wochen später hast du ein Bild ohne Quelle, ein Zitat ohne Autor oder ein Lesezeichen, das dir sagt: „Hier stand irgendwo etwas Wichtiges.“
Eine Markierung, die auf der Seite bleibt, macht etwas anderes. Sie hält Stelle und Umgebung zusammen. Du kommst zurück, siehst die drei gelben Sätze im Original, liest den Absatz darüber, und der Gedanke ist wieder da.
So arbeitest du damit
- Erweiterung installieren und anmelden.
- Text auswählen – die Farbleiste erscheint direkt an der Auswahl.
- Farbe wählen. Sechs Stück, damit du unterscheiden kannst, statt alles gleich einzufärben.
- Notiz anhängen, wenn die Stelle einen Gedanken auslöst. Genau dieser Gedanke ist es, den du später suchst.
- Seite speichern, wenn du sie behalten willst – ein Klick, Tags vergibt Marqly automatisch.
Alles Weitere passiert im Hintergrund: Deine Markierungen und Notizen fließen in die semantische Suche ein. Du kannst später also nach dem Inhalt einer markierten Stelle suchen, ohne dich an die Quelle zu erinnern.
Ein Farbsystem, das man durchhält
Sechs Farben sind genug für ein System und wenig genug, dass es nicht in Arbeit ausartet. Ein Vorschlag, der sich in der Praxis bewährt:
| Farbe | Bedeutung | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Gelb | Kernaussage | Der eine Satz, um den es geht |
| Grün | Beleg, Zahl, Quelle | Alles, was du später zitieren willst |
| Blau | Definition | Begriffe, die du sauber wiedergeben musst |
| Rot | Widerspruch | Passt nicht zu dem, was du woanders gelesen hast |
| Lila | Eigene Idee | Anschlussgedanke, Gegenargument |
| Orange | Nachhaken | Prüfen, weiterlesen, Quelle checken |
Wichtiger als die konkrete Zuordnung ist, dass du sie nicht alle vier Wochen änderst. Ein halbwegs willkürliches, aber konsequentes System schlägt ein perfektes, das du nach zwei Wochen vergisst.
Markieren, ohne die Seite zu verlassen
Die Seitenleiste öffnet Marqly neben der Seite. Du siehst deine bisherigen Markierungen zu dieser Quelle, kannst speichern, Notizen ergänzen und suchen, ohne den Tab zu wechseln. Beim Recherchieren ist das der Unterschied zwischen „ich schau kurz nach“ und „ich habe den Faden verloren“.
Passend dazu:
- Automatisches KI-Tagging – gespeicherte Seiten bekommen Tags, ohne dass du sie vergibst.
- KI-Zusammenfassung – zum Vorsortieren, siehe später lesen.
- Webseite als PDF sichern – in Chrome und Edge lokal verarbeitet, falls die Quelle irgendwann verschwindet.
- Boards – markierte Quellen zu einer Sammlung bündeln und als öffentliche Seite teilen.
Videos statt Text
Vieles, was man markieren möchte, ist heute ein Video. Auf jeder YouTube-Seite blendet Marqly eine KI-Karte ein: Zusammenfassung, Chat zum Video und ein Transkript, das der Wiedergabe folgt. Speicherst du das Video, bleibt das Transkript daran hängen – du kannst also im gesprochenen Wort suchen. Mehr dazu unter YouTube-Zusammenfassung und YouTube-Transkript.
Für wen sich das besonders lohnt
Wer viel liest und sich auf das Gelesene berufen muss, gewinnt am meisten: In der Recherche fürs Studium ersetzt der Textmarker das Abtippen von Zitaten, und wenn du beim Lesen ohnehin zu viele Tabs offen hast, markierst du unterwegs die entscheidende Stelle, statt den Tab „für später“ offen zu lassen.
Wie sich das gegen einen klassischen Bookmark-Manager schlägt, steht im Vergleich Marqly vs. Raindrop. Und wenn dich vorher interessiert, was beim Markieren an Daten entsteht: Datenschutz-Fragen.
Kosten und Grenzen
Die kostenlose Stufe braucht keine Kreditkarte. Pro liegt bei 72 $/Jahr (rund 66 €) oder 9 $/Monat (rund 8 €) mit 3 Tagen Test, für Studierende bei 48 $ (rund 44 €) im ersten Jahr. Ehrlich dazugesagt: Markieren funktioniert nur mit Verbindung, es gibt keinen Offline-Modus und keine Android-App.
Installier die Erweiterung, markier die nächste Seite, die du liest – und schau in zwei Wochen nach, ob die Stelle noch da ist. Marqly kostenlos testen – mehr Lesestoff im Blog.
Häufige Fragen
Wie markiere ich Text auf einer Webseite?
Installiere die Marqly-Erweiterung für Chrome, Edge, Firefox oder Safari, markiere den Text mit der Maus und wähl eine der sechs Farben. Die Markierung wird deinem Konto zugeordnet und ist beim nächsten Besuch der Seite wieder da.
Bleiben die Markierungen erhalten, wenn ich die Seite neu lade?
Ja. Die Markierungen hängen an deinem Konto, nicht an der Browser-Sitzung. Nach einem Neuladen, einem Neustart oder auf einem zweiten Rechner mit derselben Anmeldung siehst du sie wieder.
Kann ich Notizen zu einer Markierung schreiben?
Ja. Zu jeder markierten Stelle kannst du eine Notiz erfassen – der Gedanke, warum die Stelle wichtig ist. Notiz und Markierung findest du später über die Suche wieder, nicht nur auf der Seite selbst.
Wofür sind die sechs Farben gut?
Für eine Bedeutung, die du selbst festlegst: etwa Grün für Belege, Gelb für Zitate, Rot für Widersprüche. Es gibt keine feste Regel – nützlich wird das System erst, wenn du dieselben drei bis vier Farben konsequent gleich verwendest.
Funktioniert das auch auf dem iPhone?
Es gibt eine iOS-App und eine Safari-Erweiterung; Markierungen aus dem Browser tauchen in deinem Konto auf. Eine Android-App gibt es nicht.
Was kostet der Textmarker?
Die kostenlose Stufe startet ohne Kreditkarte. Pro kostet 72 $/Jahr (rund 66 €) oder 9 $/Monat (rund 8 €) und schaltet unter anderem den Chat mit deinen Speicherungen frei. Studierende zahlen im ersten Jahr 48 $ (rund 44 €).





