Ein Bookmark-Manager sieht deine Leseliste – und eine Leseliste sagt viel über einen Menschen. Dass diese Seite überhaupt existiert, liegt daran, dass die Frage berechtigt ist. Hier steht, welche Daten beim Benutzen entstehen, was du davon zurückbekommst und wo Marqly nicht das richtige Werkzeug ist. Die rechtlich vollständigen und verbindlichen Angaben stehen in der Datenschutzerklärung – diese Seite ist die verständliche Fassung, kein Ersatz dafür.
Was entsteht, wenn du speicherst
Marqly ist ein gehosteter Dienst. Damit Suche, Tagging und Zusammenfassungen funktionieren, wird der Inhalt gespeicherter Seiten verarbeitet. Konkret entstehen:
- Die Speicherung selbst: Adresse, Titel und der verarbeitete Inhalt der Seite.
- Abgeleitetes: automatisch vergebene Tags und die KI-Zusammenfassung.
- Deine eigenen Beiträge: Markierungen in sechs Farben, Notizen, Boards, Tab-Sitzungen.
- Kontodaten: was nötig ist, damit dein Konto existiert und ein Abonnement abgerechnet werden kann.
Ebenso wichtig ist, was nicht Gegenstand des Produkts ist: Seiten, die du nicht speicherst, sind kein Inhalt deiner Sammlung. Marqly ist kein Verlaufsprotokoll deines Surfens, sondern ein Ablagesystem, das du aktiv fütterst – mit einem Klick, mit Tab-Sitzungen oder beim Markieren.
Zwei Funktionen sind bewusst lokal gehalten: Das Sichern einer Seite als PDF wird in Chrome und Edge lokal verarbeitet, und der Zwischenablage-Verlauf (ebenfalls Chrome und Edge) ist ein Komfortwerkzeug im Browser.
Die drei Fragen, auf die es ankommt
Kommst du wieder heraus? Ja. Du kannst deine Sammlung exportieren. Der Import funktioniert in dieselbe Richtung – aus Pocket, aus Raindrop, aus jeder Lesezeichen-HTML-Datei. Ein Werkzeug, das den Ausgang versperrt, verdient dein Archiv nicht; wer gerade das Feld sondiert, findet im Beitrag zu den Pocket-Alternativen 2026 den Überblick.
Werden deine Daten verkauft? Nein. Deine Speicherungen werden nicht verkauft und nicht zu Werbezwecken weitergegeben. Das Geschäftsmodell ist ein Abonnement: 72 $/Jahr (rund 66 €) oder 9 $/Monat (rund 8 €), für Studierende 48 $ (rund 44 €) im ersten Jahr. Diese Klarheit ist auch ein Grund, warum es die kostenlose Stufe ohne Kreditkarte gibt und keine Datensammlung als Gegenleistung.
Was passiert beim Löschen? Konto und zugehörige Inhalte werden entfernt. Deshalb der praktische Rat: erst exportieren, dann löschen. Danach lässt sich nichts wiederherstellen.
Was wir bewusst nicht behaupten
Auf dieser Seite steht kein Siegel und keine Zertifizierung, und wir nennen hier keine Serverstandorte. Nicht, weil die Frage unwichtig wäre, sondern weil eine Marketingseite der falsche Ort für Zusagen ist, die man belegen muss. Verbindlich ist, was in der Datenschutzerklärung steht – wenn dort und hier etwas auseinanderginge, gilt dort.
Was sich unabhängig davon sagen lässt: Wer in der EU lebt, hat nach der DSGVO ein Recht auf Auskunft über die zu ihm gespeicherten Daten und ein Recht auf Löschung. Diese Rechte hast du gegenüber jedem Anbieter, auch gegenüber uns, und du kannst sie geltend machen. Die Kontaktwege dafür stehen in der Datenschutzerklärung.
Wenn Self-Hosting deine Bedingung ist
Manche Anforderungen lassen sich mit einem gehosteten Dienst schlicht nicht erfüllen. Marqly bietet kein Self-Hosting und keine öffentliche API. Wenn deine Daten die eigene Infrastruktur nicht verlassen dürfen – aus beruflichen Gründen, aus Überzeugung oder weil eine Organisation es vorschreibt –, ist Marqly nicht das richtige Werkzeug.
Der ehrliche Verweis geht dann an die quelloffene Welt: wallabag speichert Artikel auf deinem eigenen Server und ist seit Jahren etabliert, Karakeep ist der neuere Ansatz für selbst gehostetes Sammeln. Das sind gute Projekte, und der Vergleich fällt nicht künstlich zu unseren Gunsten aus: Du tauschst automatische Zusammenfassungen, semantische Suche und die YouTube-Werkzeuge gegen Kontrolle über die Maschine. Beides ist eine legitime Wahl – nur eben eine andere.
Kurz zusammengefasst
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Export möglich? | Ja, deine Sammlung lässt sich exportieren |
| Import möglich? | Pocket, Raindrop, Lesezeichen-HTML, X/Twitter-Lesezeichen |
| Daten verkauft oder für Werbung weitergegeben? | Nein |
| Konto löschen? | Möglich – vorher exportieren |
| Auskunft und Löschung nach DSGVO? | Als Person in der EU: ja |
| Self-Hosting? | Nein |
| Öffentliche API? | Nein |
| Offline-Modus? | Nein |
| Verbindliche Angaben? | In der Datenschutzerklärung |
Wenn dir das reicht, fang klein an: ein Konto ohne Kreditkarte, zehn gespeicherte Seiten, danach ein Testexport. Genau in dieser Reihenfolge prüft man ein Werkzeug, dem man später ein Archiv anvertraut. Marqly kostenlos testen – oder vorher noch durchs Blog, zur Startseite oder zum Vergleich Marqly vs. Raindrop.
Häufige Fragen
Welche Daten entstehen, wenn ich eine Seite speichere?
Die Adresse der Seite, ihr Titel und der Inhalt, den Marqly für Zusammenfassung, Tags und Suche verarbeitet. Dazu kommt, was du selbst hinzufügst: Markierungen, Notizen, Boards und die Zuordnung zu deinem Konto. Ungespeicherte Seiten sind kein Gegenstand des Produkts.
Kann ich meine Daten exportieren?
Ja. Du kannst deine Sammlung exportieren und mitnehmen. Genauso importiert Marqly aus Pocket, aus Raindrop und aus jeder Lesezeichen-HTML-Datei – der Weg hinein und hinaus steht dir in beide Richtungen offen.
Werden meine Daten verkauft oder weitergegeben?
Nein. Deine Speicherungen werden nicht verkauft und nicht zu Werbezwecken weitergegeben. Marqly verdient Geld mit Pro-Abonnements, nicht mit deinen Lesezeichen.
Was passiert, wenn ich mein Konto lösche?
Dein Konto und die damit verbundenen Inhalte werden entfernt. Wenn du eine Kopie behalten willst, exportiere sie vorher – nach dem Löschen können wir nichts rekonstruieren.
Habe ich als Person in der EU ein Recht auf Auskunft und Löschung?
Ja. Wer in der EU lebt, hat nach der DSGVO ein Recht auf Auskunft über die zu ihm gespeicherten Daten und auf deren Löschung. Diese Rechte kannst du geltend machen; die Kontaktwege stehen in der Datenschutzerklärung unter /privacypolicy.
Warum kann ich Marqly nicht selbst hosten?
Marqly ist ein gehosteter Dienst, es gibt kein Self-Hosting und keine öffentliche API. Wenn die Daten deine Infrastruktur nicht verlassen dürfen, sind quelloffene Projekte wie wallabag oder Karakeep die passendere Wahl – wir sagen das lieber ehrlich, als es dir nach der Einrichtung zu erklären.





